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Probleme während des Fluges

Die Reise ist angetreten, der Check-In ist erfolgreich verlaufen, das Gepäck wurde abgegeben, das Flugzeug startet. Doch auch während des Fluges kann es zu Problemen kommen. Wie Sie richtig reagieren bzw. welche Möglichkeiten und Rechte Sie als Passagier haben, wird hier erläutert.

1. Flugangst und Flugkrankheit
2. schlechter Service im Flugzeug
3. unzufrieden mit dem Sitzplatz

1. Flugangst und Flugkrankheit

Bei der Flugkrankheit, die überwiegend physischer Natur ist, wird dem Passagier während des Fluges unwohl, meist begleitet von Übelkeit, Schweißausbrüchen und Kopfschmerzen. Wenn Sie merken, dass es anfängt Ihnen so zu gehen, scheuen Sie sich nicht eine Stewardess bzw. einen Steward zu rufen. Das Bordpersonal hat für solche Fälle Medizin zur Verfügung, wie zum Beispiel Kopfschmerz- und Beruhigungsmittel, sowie Tabletten gegen Übelkeit.

Anders verhält es sich mit der Flugangst, die überwiegend psychischer Natur ist. Wenn Sie bereits von sich wissen, dass Sie unter Flugangst leiden, ist es das Beste eines der angebotenen Seminare zu besuchen. So bietet zum Beispiel die Deutsche Lufthansa AG Anti-Flugangst-Seminare. Auch lohnt es sich auf der Internetseite des nächstgelegenen größeren Flughafens zu schauen. Viele größere Flughäfen bieten mittlerweile eigene Flugangst-Seminare an oder beherbergen Einrichtungen, die der Therapie von Flugangst dienen.

In diesen Seminaren wird zunächst durch Gespräche mit professionellen Psychologen versucht, die eigentliche Ursache für die Flugangst zu finden. Diese können sehr vielfältig und oft unterbewusster Natur sein. Bei manchen Menschen ist es die Enge oder die Anzahl an Menschen im Flugzeug, andere haben kein Vertrauen in die hochkomplizierte Technik. Doch oft steckt ein traumatisches Erlebnis, wie ein Durchstartmanöver bei einer missglückten Landung oder das Absacken der Maschine in einem Luftloch dahinter. Die Angst vor einem solchem sich wiederholendem Ereignis, führt zur Vermeidung der Situation, man will nicht mehr fliegen. Doch genau das verschärft die Situation nur noch.

Um sich der Flugangst zu stellen, werden nach dem einleitenden Gespräch verschiedene Therapieformen anhand der persönlichen Eigenschaften und der Form der Angst ausgewählt. Den Beginn der meisten Therapien stellen dabei zunächst Gespräche dar, in denen dem Leidenden die Angst erklärt wird. Danach folgen Seminare mit Entspannungsübungen, mit denen der Hilfesuchende lernt, bewusster mit seiner Angst umzugehen und sich zu beruhigen. Zusätzlich erklärt ein erfahrener Pilot die Flugzeugtechnik, um bestehendem Katastrophendenken entgegen zu wirken. Ist die Auseinandersetzungsphase mit der Angst überwunden, besteht zum Beispiel die Möglichkeit zunächst einen Flug in einer stehenden Maschine zu simulieren. Weiterhin sind betreute Flüge zum Abschluss eines solchen Seminars möglich.

Trotz der zahlreichen verfügbaren Literatur und der vielen Internetseiten zum Thema Flugangst, sollten Sie immer professionelle Hilfe vorziehen. Denn oft reicht ein professionelles Seminar um die Flugangst zu besiegen.

2. schlechter Service im Flugzeug

Allein schlechter Service, also eine unzureichende Bedienung, schlechtes Catering oder ein fehlendes Unterhaltungsprogramm sind leider rechtlich keine Gründe für eine Schadensersatzforderung gegenüber der Airline.

Jedoch gibt es Unzumutbares, was zu einer Minderung oder auch Rückerstattung des Flugpreises führen kann, zum Beispiel, wenn die Sanitäranlagen unbenutzbar sind.

Beschwerden sollten dabei zunächst an die Flugbegleiter gerichtet werden. Tritt keine Besserung ein, sollte die Beschwerde an die beteiligte Airline gerichtet werden. Wenn diese nicht reagiert oder sich stur stellt, konnte man bis zum November 2009 seine Beschwerde an die Schlichtungsstelle für Mobilität richten. Leider wurde im November 2009 die Schlichtungsstelle für Mobilität aufgelöst. Diese hatte bisher bei Problemen mit der Airline zwischen dieser und dem Passagier vermittelt und versucht Schadensersatzforderungen durchzusetzen.

Beschwerden können nun auch an das Luftfahrtbundesamt gerichtet werden, dieses ist ebenfalls zuständig für die Durchsetzung von Fluggastrechten in Deutschland. Auf der Internetseite der Behörde unter www.lba.de finden sich weitere Details.

Zudem bleibt dem Fluggast der Weg über das Gericht. Vorher hilft es sich zu informieren wie man am Besten dabei vorgehen soll. Auch ist eine Beschwerde bei dem EU-Verbraucherzentrum möglich, allerdings sind die Airlines ihr gegenüber zu nichts verpflichtet. Gerade bei Airlines die nicht aus Europa stammen, bleibt meist nur der Weg direkt zum Gericht.

Daher ist die Frage, ob die Unzulänglichkeit während des Fluges den Aufwand für ein angestrebtes Verfahren rechtfertigt oder ob man nicht das nächste Mal eine andere Airline bucht.

3. unzufrieden mit dem Sitzplatz

Wenn man direkt neben dem WC sitzt oder in unmittelbarer Nähe zu einem Kleinkind kann der Flug sehr anstrengend werden. Wenn Sie einen anderen Platz wünschen, wenden Sie sich zunächst an die Flugbegleiter. Wenn ein andere Sitzplatz frei ist, kann durchaus ein Sitzplatztausch vorgenommen werden. Ein rechtlicher Anspruch darauf besteht allerdings nicht.

Schnarchende Fluggäste auf einem Langstreckenflug sind, nach einem Urteil des Amtsgericht Frankfurt, auch nur eine Unannehmlichkeit und kein Reisemangel.

Sollte kein Platz mehr Verfügbar sein, gibt es immerhin noch die Möglichkeit sich Beruhigungs- oder Schlaftabletten, ebenfalls von den Flugbegleitern, geben zu lassen.

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