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Probleme am Zielort

Der Flug ist überstanden und die Maschine sicher gelandet. Jedoch kann es auch am Zielflughafen zu Problemen kommen.

1. den Anschlussflug verpasst
2. das Gepäck verloren
3. die Einreise wird verweigert
4. Probleme beim Rückflug

1. den Anschlussflug verpasst

Für Entschädigungsregeln im Flugverkehr wurde von der EU eine Verordnung erlassen.
Nach dieser Verordnung hat der Ausgleichsanspruch allerdings drei Voraussetzungen:

– Der Fluggast muss entweder über eine bestätigte Buchung für den betreffenden Flug verfügen oder von einem anderen Flug, für den er eine solche Buchung besaß, auf den betreffenden Flug umgebucht worden sein.

– Der Fluggast muss sich – wenn ihm nicht schon vorher die Mitnahme verweigert worden ist – zur angegebenen Zeit zur Abfertigung (”Check-in”) eingefunden haben.

– Dem am Flugsteig anwesenden Fluggast ist der Einstieg (”Boarding”) gegen seinen Willen verweigert worden.

Das bedeutet, wenn der Fluggast wegen der Verspätung des Zubringerflugs nicht rechtzeitig zur Abfertigung (und infolgedessen auch nicht am Flugsteig) erscheinen kann und den Anschlussflug verpasst, gibt es keine Entschädigung. Wohl aber besteht das Recht auf eine Umbuchung und wenn diese nicht möglich ist, weil zum Beispiel kein weiterer Flug verfügbar ist, eine Hotelunterbringung bis zum nächsten verfügbaren Flug.

Wenn man sich selbst die Flugroute aus verschiedenen Airlines zusammengestellt hat, sollte unbedingt auf genügend Pufferzeit zwischen den Flügen geachtet werden. So kann eine eventuelle Verspätung wieder ausgeglichen werden. Denn wenn die Umsteigezeit zu knapp kalkuliert worden ist, kann die Airline eine Entschädigung verweigern. Sollte nun dennoch der Zubringerflug sich so verspäten, dass man den Anschlussflug verpasst, muss die verspätete Fluggesellschaft für die Kosten eines Ersatzfluges und eventuelle Hotelkosten aufkommen. Gegebenenfalls müssen die Kosten zunächst selbst getragen werden und hinterher wieder von der Fluggesellschaft beschafft werden. Daher ist es ratsam, dies umgehend, wenn möglich noch am Flughafen, seiner Airline mitzuteilen.

Anders verhält es sich bei Pauschalreisen und mehrteiligen Flügen mit einer Airline. Hier ist der Reiseveranstalter oder die Airline (auch Flug-Allianzen) in der Pflicht, für zum Beispiel versäumte Urlaubstage, sowie zusätzlich entstandene Kosten, eine Entschädigung zu zahlen.

Bei einem verpassten Anschlussflug ist u.U. entscheidend, warum dieser verpasst wurde. Bei unvorhersehbaren Ereignissen, wird häufig eine Entschädigung abgelehnt. Auch eine verspätete Anreise mit der Bahn ist von einer Entschädigungszahlung ausgenommen. Bei zum Beispiel eingestelltem Flugverkehr aufgrund heftigen Schneefalls oder auch einem Streik besteht kein Anspruch auf eine Entschädigung, trotzdem bleibt das Recht auf Betreuungs- und Unterstützungsleistungen erhalten.

2. das Gepäck verloren

Das wichtigste ist es sofort nach dem Feststellen des Verlustes den Lost&Found-Schalter zu kontaktieren und eine Suchanzeige aufzugeben. Denken Sie daran, dass eine dreiwöchige Meldefrist für verloren gegangenes Gepäck besteht. Bei Pauschalreisen sollte zudem der Reiseveranstalter informiert werden, da der Schaden als Teil des bereits bezahlten Reisepreises zurückgefordert werden kann.

Wichtig ist außerdem, wenn noch nicht geschehen, die Fluggesellschaft an dem dazugehörenden Schalter zu verständigen. Im Falle des Gepäckverlustes bieten viele Airlines sogenannte “Overnight Kits” an. Darin enthalten sind die nötigsten Hygieneartikel, meist auch Übernachtungs- oder Verpflegungsgutscheine. Sie müssen allerdings nicht auf dem Flughafen auf Ihr Gepäck warten, die Airline ist verpflichtet das Gepäck an Ihren Aufenthaltsort zu bringen.

Sollten Sie neue Sachen benötigen, werden die Kosten bei Wiederherausgabe der Sachen erstattet, bzw. der halbe Preis wenn Sie die Kleidung behalten. Allerdings gibt es verschiedene Auslegungen der Airlines, es lohnt sich daher ein Blick in die jeweiligen AGBs. Denn nicht alle Airlines tragen auch alle Kosten, zudem ist die Höchsthaftung auf 1200 Euro begrenzt.

Wenn das Gepäck tatsächlich verschwunden bleiben sollte, haftet die Fluggesellschaft bis zu einer Entschädigungsgrenze von 1.130 Euro. Für wertvolleres Gepäck bieten die Airlines, gegen eine zusätzliche Gebühr, höhere Haftungsgrenzen an. Generell sollten Wertsachen direkt ins Handgepäck verstaut werden.

Bleibt das Gepäck verschwunden, wird aber auch nur der tatsächliche Wert des Gepäcks (nach Aussage des Passagiers) erstattet. Es ist daher ratsam, für teurere Dinge die Kaufbelege aufzubewahren.

Bei Pauschalreisen sollte nach dem Melden am Gepäckschalter von der Reiseleitung eine Mängelanzeige aufgesetzt und bestätigt werden. Für jeden Tag ohne Gepäck stehen dem Reisenden 5 bis 30 Prozent des Tagesreisepreises zu. Sollte das Gepäck gar den ganzen Urlaub über fehlen, sind bis zu 50 Prozent des Gesamtreisepreises als Entschädigung möglich. Wenn die Airline nachweisen kann, dass sie alles möglich unternommen hat, um das Gepäck wieder zu beschaffen, haftet sie hier nicht.

3. die Einreise wird verweigert

Für eine Verweigerung der Einreise, kann es verschiedene Gründe geben. Der häufigste Grund ist, dass politisch oder kulturell aktive Menschen Kritiken über herrschende Systeme äußerten und daher als “Staatsfeind” erachtet werden. So geschehen im Nahen Osten oder auch in Kuba.

Das stellt natürlich einen Sonderfall dar, doch auch einfachen Touristen kann die Einreise in bestimmte Länder verweigert werden. So bedarf es für eine Einreise in die USA einer Online-Registrierung, ohne die eine Einreise verweigert werden kann.

Auch wer per Visum einen längeren Aufenthalt in einem anderen Land, und die im Visum angegebene Frist überschritten hatte, kann an einer erneuten Einreise gehindert werden.

In den meisten Fällen kann die jeweilige deutsche Botschaft weiter helfen.

4. Probleme beim Rückflug

Die meisten Probleme treten mit den Zollfreigrenzen auf. Anfang 2009 wurden die Freigrenzen von 175 Euro auf 430 Euro angehoben. Das heißt, Produkte im Wert von bis zu 430 Euro müssen nicht angegeben und verzollt werden.

Im Allgemeinen sollte darauf geachtet werden, dass das was man ausführen möchte, auch legal ausgeführt werden darf. Seltene Tiere, Rohstoffe von bedrohten Tierarten, sowie Waffen und Medikamente können bei der Ausreise zum Problem werden. Daher sollte man sich genaustens über die jeweils geltenden Ausreiseregeln informieren, wenn man solche Dinge ausführen möchte.

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