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Einfuhrbestimmungen

Viele Waren unterliegen strengen Auflagen bei der Einreise. Lesen Sie deshalb hier was bei der Einreise und der Zollkontrolle zu beachten ist.

1. Reisen innerhalb der EU
2. Reisen außerhalb der EU
3. Was sonst noch zu beachten ist
4. Informationen zu Reisepass, Ausweis und Visum
5. Sonderregelungen für bestimmte Länder

1. Reisen innerhalb der EU

Bei Reisen innerhalb der Europäischen Union herrscht Zollfreiheit. Das bedeutet, dass alle Waren, die für den persönlichen Ge- und Verbrauch bestimmt sind, abgabenfrei mitgeführt werden können. Das heißt jedoch nicht, dass der Urlauber uneingeschränkt alles mitbringen oder ausführen darf, was er möchte.

Innerhalb der EU gelten auf so genannte verbrauchssteuerpflichtige Waren, wie beispielsweise Zigaretten, Alkohol oder Kaffee, bestimmte Reisefreigrenzen:

  • max. 800 Zigaretten
  • max. 400 Zigarillos
  • max. 200 Zigarren
  • max. 1 kg Rauchtabak
  • max. 10 Liter Spirituosen
  • max. 20 Liter Likör, Wermut
  • max. 90 Liter Wein, davon höchstens 60 Liter Schaumwein
  • max. 110 Liter Bier
  • max. 10 Kilo Kaffee

Überschreitet man diese Mengen, muss bei der Einreise eine Einfuhrabgabe entrichtet werden. Für das, was zu viel ist, muss also nachbezahlt werden. Wenn der Warenwert dabei unter 700 Euro liegt, dann werden meist 17,5 Prozent des Warenwertes berechnet.

Keine Regel ohne Ausnahme: Einige Regionen sind von diesen Reisefreigrenzen ausgenommen. Es gelten Sonderregelungen für die britischen Kanalinseln, die Kanarischen Inseln, die französischen Überseedepartements, St.Pierre et Miquelon, Åland und Berg Athos. Obwohl sie zum Zollgebiet der EU gehören, gelten für sie Sonderregelungen, da sie nicht zum Steuergebiet der EU gehören. Auf Waren aus diesen Gegenden gelten die Bestimmungen für Mengen und Warenwertgrenzen für Reisen außerhalb der Europäischen Union.

2. Reisen außerhalb der EU

Auch bei Mitbringseln aus Nicht-EU-Staaten gibt es bestimmte Freimengen. So können auch hier Tabak und Alkohol problemlos eingeführt werden.

Die Reisefreigrenzen hier sind bei Tabakwaren:

  • 200 Zigaretten oder
  • 100 Zigarillos oder
  • 50 Zigarren

und bei Alkoholika:

  • 1 Liter Alkohol und alkoholhaltige Getränke mit mehr als 22 Vol.-% oder
  • 2 Liter Alkohol und alkoholische Getränke mit einem Alkoholgehalt von maximal 22 Vol.-% oder
  • 4 Liter Wein und 16 Liter Bier.

Andere Waren, z.B. Kleidung, Kosmetik oder Elektronikartikel können bis zu einem Warenwert von 300 Euro und bei Flug- und Seereisen bis 430 Euro eingeführt werden. Bei Reisenden unter 15 Jahren liegt die Grenze bei 175 Euro. Alles, was darüber hinausgeht, muss verzollt werden.

Doch welche Waren können bedenkenlos mitgebracht werden und von welchen Souvenirs sollte man besser die Finger lassen? Generell ist Vorsicht bei Waren tierischer Herkunft geboten. Das gilt sowohl für Fleisch oder Milch als auch für Erzeugnisse wie Käse oder Wurst. Die Einfuhr von Fleisch, Milch und Milchprodukte in die EU ist verboten. Ausnahmen solcher Einfuhrverbote sind meist Milchpulver und Säuglingsnahrung, Fleisch und Milch sowie Milchprodukte aus Andorra, Norwegen, Liechtenstein, San Marino und der Schweiz. Honig darf bis zu einem Gewicht von 2 Kg und Fisch sogar bis zu 20 kg in die EU mitgebracht werden. Auch pflanzliche Produkte unterliegen strengen Richtlinien. Ebenfalls verboten ist das Mitbringen roher Kartoffeln, da die Gefahr einer Ausbreitung von bakteriellen Kartoffelkrankheiten (bakterielle Ringfäule) besteht. Speisepilze hingegen können bis zu einem Gewicht von 2kg eingeführt werden.

Bei der Einreise in die EU kann das Mitbringen exotischer Souvenirs wie Elfenbeinschnitzereien, Schmetterlingen hinter Glas oder Lederwaren aus Reptilienleder zu Problemen führen. Tiere und Pflanzen, ob lebend oder tot, sowie daraus hergestellte Produkte können unter das Washingtoner Artenschutzübereinkommen (WA oder CITIES) fallen. Diese Tiere oder Pflanzen sind vom Aussterben bedroht und dürfen nur unter strengen Auflagen und mit einem entsprechenden Zertifikat (CITIES-Zertifikat) mitgebracht werden. Zu solchen Gegenständen zählen etwa Schildkrötenpanzer, Korallenschmuck oder auch einige Kakteenarten. Da auch alle Störarten unter Artenschutz stehen, darf man nicht mehr als 250 g Kaviar mitbringen.

Kunstliebhaber und Antiquitätenfreunde sollten sich vor ihrer Reise beim Zoll des Urlaubslandes genau über die Ausfuhrregelungen informieren. Denn solche Kulturgüter können Ausfuhrbeschränkungen oder sogar Verboten unterliegen.

3. Was sonst noch zu beachten ist

In vielen Urlaubsregionen gibt es gefälschte Markenartikel zu kaufen. Die Einfuhr solcher Artikel in die EU ist verboten. Die gefälschte Ware darf aber eingeführt werden, wenn der Wert unter dem Freibetrag liegt und der Urlauber diese Artikel rein zum privaten Gebrauch gekauft hat. Aber das liegt ganz im Ermessen des Zollbeamten, deshalb kann es passieren, dass diese Produkte trotzdem beschlagnahmt werden.

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