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Gegen was sollte man sich vor der Reise Impfen lassen?

Durch Flugzeuge wurde es möglich ganz einfach jeden Punkt auf der Erde zu besuchen. Doch Körper und Geist müssen sich zunächst anpassen und auch das Immunsystem muss mit unbekannten Erregern fertig werden.

Wichtiger als das Kofferpacken ist es daher, sich rechtzeitig über die wichtigsten Erreger und die besten Vorsorgestrategien, wie Schutzimpfungen, zu informieren.

Allgemeine Informationen:

Grundsätzlich sollten nicht nur vor einer Reise alle Grundimpfungen erfolgt sein, sondern auch Impfungen die explizit für das Reiseziel empfohlen werden. Zu den Basis-Impfungen gehören Impfungen gegen Diphtherie, Kinderlähmung (Polio), Mumps, Masern, Röteln, Tetanus sowie Hepatitis A und B.

Vor einer Reise dient die Impfung als Vorsorge um einer Infizierung vorzubeugen. Die Prophylaxe hängt dabei nicht nur vom Reiseziel, sondern auch vom Reisestil ab. Rucksacktouristen, die entlegene Bergregionen erkunden und dabei in einfachen Unterkünften wohnen, sind gefährdeter als Urlauber in großen Ferienanlagen. Wichtig sind außerdem Vorerkrankungen und das Alter, denn Kinder und ältere Menschen haben ein höheres Risiko.

Generell empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Tropenmedizin und internationale Gesundheit (DGT), alle Impfungen etwa zehn bis 14 Tage vor der Reise abzuschließen, damit der Impfschutz auch noch ausreichend Zeit hat, sich aufzubauen und eventuell auftretende Reaktionen, wie Schmerzen im Arm oder Rötungen an der Impfstelle nicht die ersten Urlaubstage beeinträchtigen.

Seit dem 1. April 2007 erstatten einige gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für Reiseimpfungen. Der Patient kann zu seinem Hausarzt oder in ein Gesundheitszentrum oder Tropeninstitut gehen und sich dort impfen lassen, die einzige Ausnahme sind Gelbfieberimpfungen, diese führen nur spezielle Gelbfieberimpfstellen durch.

“Die Impf-Rechnung zahlt der Patient erstmal selbst und reicht dann die Quittung unter Angabe des Urlaubsziels ein. In einigen Bundesländern, wie Sachsen ist sogar die Abrechnung über die Versichertenkarte möglich. Wenn sich das dann mit den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts und des auswärtigen Amtes deckt, übernehmen wir die Kosten”, erklärt Sabine Blaschka von der Techniker Krankenkasse (TKK).

Praxisgebühren müssen Patienten für die Impfungen übrigens nicht bezahlen, schließlich handelt es sich um eine Prophylaxe. Allerdings können die Kassen eine Zuzahlung zum Impfstoff fordern. Diese beträgt zehn Prozent der Impfstoffkosten, mindestens fünf und maximal zehn Euro.

Schwangere und Stillende sollten sich ausführlich von ihrem Frauenarzt oder einem Tropenmediziner beraten lassen und die Risiken genau abwägen. Hühnereiweiß-Allergiker erhalten keinen Impfstoff gegen Gelbfieber. Gegen Tollwut gibt es einen extra Allergiker-Impfstoff ohne Hühnereiweiß. Kinder unter zwei Jahren werden meist nicht gegen Cholera geimpft.

Am Besten ist es jedoch, Sie sprechen auch mit Ihrem Hausarzt über eventuell notwendige Reiseimpfungen.

Bitte denken Sie außerdem daran: Ihr Impfpass gehört bei Fernreisen unbedingt mit ins Gepäck.

Länderhinweise:

  • Allgemein
    • Vor dem Start in den Urlaub sollten Sie auf jeden Fall Ihren Impfschutz gegen Wundstarrkrampf (Tetanus) und Diphtherie überprüfen lassen.
    • Insbesondere bei Reisen nach Süddeutschland oder nach Süd-Ost-Europa, aber auch in anderen Gebieten, kann die Frühsommer-Meningoenzephalitis FSME durch Zecken übertragen werden.
    • Die Gefahr an Typhus zu erkranken, ist in Nord- und Zentralafrika sowie in Mittelamerika und an der Westküste Südamerikas am größten, Typhus ist aber allgemein in den Tropen und Subtropen verbreitet.
    • Das Gelbfiebervirus ist im tropischen Afrika (sog. “Gelbfiebergürtel”) und Südamerika verbreitet (sog. Endemiegebiete). Die Infektion wird durch Mücken übertragen.
    • Hepatitis B ist weltweit verbreitet, kommt in Teilen Afrikas und Südostasiens jedoch besonders häufig vor.
    • Die bakterielle Durchfallerkrankung Cholera wird durch das Trinken von bakteriell infiziertem Wasser und durch den Verzehr von bakteriell infizierten Lebensmitteln übertragen. Sie ist vor allem in Nord- und Zentralafrika, Südamerika sowie in Südostasien verbreitet.
    • In Abhängigkeit von der aktuellen Lage im Reiseland können noch weitere Impfungen in Betracht kommen, zum Beispiel gegen Tollwut oder Meningokokken.
  • Mittelmeer, Osteuropa, Asien, Afrika, Mittel- und Südamerika
    • Hepatities A
      • Hepatitis A ist eine durch das Hepatitis-A-Virus verursachte Infektionskrankheit. Sie wird durch verunreinigtes Wasser oder Lebensmittel (z. B. Muscheln) übertragen und tritt in unseren Breiten meist als importierte Erkrankung nach einem Aufenthalt in Risikogebieten auf. Eine Impfung ist der derzeit beste Schutz gegen eine Hepatitis A.
  • Bulgarien
    • Masern
      • Masern sind hochansteckend – und keine reine Kinderkrankheit. Infizieren kann sich laut den Kinderärzten jeder, der nicht durch eine Impfung geschützt ist oder die Krankheit schon durchgemacht hat. Bei Erwachsenen verlaufen Masern meist mit mehr Komplikationen als bei Kindern. Häufig werden sie von Lungen-, Augen- oder Mittelohrentzündungen begleitet. Außerdem besteht bei Erwachsenen und Säuglingen ein erhöhtes Risiko, dass eine Entzündung des Gehirns auftritt. In dem südosteuropäischen Land haben sich seit Anfang des Jahres fast 20 000 Menschen infiziert, 24 starben.
  • Indien, Afrika
    • Dengue-Fieber
      • Tropenmediziner weisen darauf hin, daß das Denguefieber weltweit zunimmt. So zum Beispiel in Sansibar, Tansania. Da es zur Zeit noch keine Impfung gibt, steht die Expositionsprophylaxe an erster Stelle der vorbeugenden Maßnahmen.
  • Indien und landwirtschaftlich geprägte Regionen in Asien
    • Japanische Enzephalitis
      • Japanische Enzephalitis ist eine von infizierten Stechmücken übertragene Viruskrankheit, die das zentrale Nervensystem befällt und zu schweren Komplikationen und zum Tode führen kann. In Deutschland gibt es einen zugelassenen Impfstoff für Erwachsene ab dem 18. Lebensjahr und einen Importimpfstoff auch für Kinder und Jugendliche < 18 Jahre. Auf jeden Fall sind Mückenstiche zu vermeiden (Expositionsprophylaxe)

Die Expositionsprophylaxe:

Als Expositionsprophylaxe bezeichnet man alle nicht-medikamentösen Vorbeugemaßnahmen (Prophylaxe), mit denen man die Wahrscheinlichkeit senkt, dass ein Mensch oder ein Tier einem Erreger ausgesetzt und damit potenziell infiziert wird.

Die Expositionsprophylaxe versucht, Infektionsketten zu unterbrechen, indem sie die direkte oder indirekte Übertragung einer Krankheit verhindert. Unter dem Begriff werden sehr unterschiedliche, überwiegend hygienische Maßnahmen zusammen gefasst, z.B.:

  • Mundschutz (Grippe, Tuberkulose)
  • Repellents (Malaria)
  • Moskitonetz (Malaria)
  • Kondome (Aids)
  • Nutzung steriler Spritzen (Hepatitis)
  • Wasserfilter (Cholera)
  • Quarantäne (Seuche)
  • Vermeidung von Wasserkontakt (Bilharziose)

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